Bei Fragen oder Anregungen schreibe bitte eine E-Mail oder sende eine Nachricht an @weg_li auf Twitter.

Was ist die Mission von weg.li?

Mit weg.li kannst Du ganz einfach dazu beitragen, die Verkehrswende zu beschleunigen. Denn für den Ausbau von Rad- und Fußverkehr braucht es sichere Infrastruktur! Da wir auf die Geschwindigkeit des Ausbaus von geschützten Radwegen und komfortablen Gehwegen nur wenig Einfluss haben, können wir immerhin dafür sorgen, dass die bestehende Infrastruktur nicht durch Falschparker geschädigt wird. 😡

Zusammen können wir dem gesellschaftlich akzeptierten Falschparken ein Ende bereiten und dafür sorgen, dass wir zügig und sicher als Radfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr unterwegs sind. Dies ist besonders wichtig wenn man an die schwächeren Verkehrsteilnehmer denkt, vor allem die Kinder.

Was ist nun also zu tun und zu testen? Ganz konkret:

  1. 📸 Beweisfoto mit dem Handy machen
  2. 📝 Foto bei weg.li hochladen und Verstoß erfassen
  3. ✊ Falschparker über weg.li per E-Mail bei Ordnungsamt / Polizei melden

Die Benutzung soll sich extrem einfach in den Alltag integrieren lassen. Viele Ideen sind dabei aus der Benutzung der Wegehelden-App entstanden, die leider in Sachen UX etwas zu wünschen übrig lässt ...

Also: wenn Du unterwegs bist und einen Falschparker siehst, dann machst Du ein, zwei Fotos, auf denen das Fahrzeug und das Nummernschild gut zu erkennen sind. Idealerweise lässt sich auch das Vergehen, z.B. “Parken auf dem Radweg”, direkt aus dem Foto ersehen.

Bist Du an Deinem Ziel angekommen oder hast später am Tag noch etwas Zeit, dann kannst Du Deine Schnappschüsse in Ruhe hochladen.

Es werden automatisch (zukünftig hoffentlich auch zuverlässig) so viele Informationen wie möglich – mit Hilfe von Bilderkennung und Machine-Learning – aus den Fotos extrahiert. Zunächst musst Du sicherlich noch einige Informationen selbst ausfüllen.

Was ist der Unterschied zur Wegeheld-App?

Mit weg.li kommt man schneller ans Ziel und hoffentlich zu sicheren Radwegen und freien Bürgersteigen.

Anfang 2020 haben wir Wegeheld und weg.li verschmolzen und werden die zukünftige Entwicklung bei weg.li weiterführen.

Gerne selber vergleichen und auch die Wegeheld-Apps ausprobieren!

Wie funktioniert weg.li im Einzelnen?

Zum Glück hat Natenom in seinem Wiki eine detailierte Anleitung geschrieben, auch wenn wir versuchen eine selbsterklärende Software zur Verfügung zu stellen.

Gibt es keine App für iOS und Android?

Die ursprüngliche Idee für weg.li war eine App, die für Android und iOS in den App-Stores breit stehen soll.
Für die Test-Phase haben wir uns aber explizit dagegen entschieden, da der Prototyp so schnell wie möglich in Betrieb nehmen wollten, um die Idee zu validieren.

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Entwicklung von nativen Apps, es könnte sogar aus Marketing-Gründen eine gute Idee sein, in den App-Stores präsent zu sein.

Aus eigener Erfahrung, besonders mit der Wegeheld-App, steht nun vorerst die Hypothese, dass eine zusätzliche App zu umständlich ist für diese Aufgabe. Mit der gewohnten Foto-App von Android oder iOS geht es am schnellsten, Schnappschüsse unterwegs zu machen. Diese kann man dann bequem in Ruhe, mit Empfang bzw. per WLAN hochladen.

Gibt es wirklich keine App für iOS und Android?

Für alle App-Liebhaber gibt es unter iOS und Android die Möglichkeit, eine Webseite auf dem Homescreen zu speichern. Es sieht dann immerhin aus, als hätte man eine App, allerdings ist das nicht viel mehr als ein gewöhnliches Bookmark.

Unter Android macht man das im Firefox z.B. über das Seiten-Menü (3 Pünktchen neben der URL-Leiste) > Seite > Seitenverknüpfung hinzufügen.

Wo kann ich weg.li nutzen?

Eigentlich überall in Deutschland! Wenn noch Dein Bezirk fehlt, dann schreib gerne an peter@weg.li und teile uns mit, wo genau Du testen möchtest. Vielleicht hast Du auch schon die zuständige Stelle und deren E-Mail Adresse parat?

Was passiert, nachdem Anzeige erstattet wurde?

Wie Anzeigen per E-Mail im Einzelfall behandelt werden, ist von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich. Einige Ordnungsämter verweigern die Bearbeitung von Anzeigen per E-Mail, sie fordern diese per Post und mit Unterschrift einzureichen. Falls das zuständige Amt die Anzeigen bearbeitet, so muss dies binnen 3 Monaten geschehen, da sonst das Vergehen verjährt. Als Anzeigender wird man nicht über den weiteren Verlauf der Anzeige informiert, es sei denn das Amt hat Rückfragen, oder man wird als Zeuge in einem Prozess geladen.

In Hamburg bekommt man zum Beispiel initial eine Art "Eingangsbestätigung" mit der folgenden Passage:

Auskünfte zur weiteren Bearbeitung Ihrer Anzeige werden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.

Werden meine Anzeigen überhaupt bearbeitet?

Wieso werden meine Standortdaten nicht erkannt?

iOS + Safari

Für die Erkennung des Standortes auf iOS muss vor dem Aufnehmen von Beweisfotos folgendes konfiguriert werden: Einstellungen > Kamera > Formate > Maximale Kompatibilität

Benutzer von iOS können mit diesem Shortcut HEIF/HEIC in JPEG umwandeln!

Android + Chrome

Für die Erkennung des Standortes auf Android empfielt es sich Chrome zu benutzen und Fotos über den File-Picker Durchsuchen auszuwählen.

Werden meine persönlichen Daten bei einer Anzeige öffentlich?

Damit eine Anzeige auch zu einem Bußgeldbescheid führen kann, muss der Tatvorgang bezeugt werden. Die Daten des Zeugen, also vollstäniger Name und eine ladungsfähige Anschrift, sollten deshalb beim Erstatten der Anzeige unbdingt angegeben werden. Anonyme Anzeigen werden nicht verfolgt und umgehend gelöscht. Sollte die Anzeige verfolgt werden, dann erhält der Halter des Fahrzeugs einen Anhörungsbogen zum Vorwurf. Laut dem Datenschutzbeauftragten von Hessen sollte der Anhörungsbogen keine Informationen zum Zeugen enthalten. Falls der Beschuldigte Widerspruch einlegt und das Bußgeldverfahren aktenkundig wird, so hat er die Möglichkeit kostenpflichtig Akteneinsicht zu verlangen. Die persönlichen Daten des Zeugen sind dann in der Akte enthalten.

Für den Zeugen besteht die Möglichkeit eine beliebige ladungsfähige Anschrift, z.B. die Anschrift des Arbeitgebers, anzugeben. Es muss nicht die private Meldeadresse sein! Hierfür bietet weg.li die Möglichkeit die Anschrift im Addresszusatz zu erweitern.

Wie im einzelnen vor Ort verfahren wird, sollte am besten direkt über die jeweilige Bußgeldstelle in Erfahrung gebracht werden. Falls im Einzelfall noch die Praxis besteht, die Daten des Zeugen schon im Anhörungsbogen zu benennen, sollte die Behörde auf das Schreiben des Datenschutzbeauftragten von Hessen hingewiesen werden.

Wie können Behörden / Ordnungsämter / Polizeidienststellen angebunden werden?

Bei der Entwicklung von weg.li haben wir ein starkes Interesse daran auch die Anforderungen der zuständigen Stellen wie Ordnungsämter oder Polizeidienststellen mit einzubeziehen. Mit der Stadt Dresden entwickeln wir derzeit eine XML basierte Schnittstelle zur dort genutzten Software WiNOWiG, um eine möglichst effizente Verarbeitung der Anzeigen zu gewährleisten. Bei Fragen oder Interesse einfach eine E-Mail an uns schreiben.

Kann weg.li auch per API verwendet werden?

Wir stellen für die unterschiedlichen Benutzer von weg.li verschiedene Schnittstellen zur Verfügung. Import-Schnittstellen für Behörden wie z.B. per WiNOWiG, Daten-Schnittstellen wie z.B. die Export-Archive und auch direkten Zugriff auf das System mit personalisiertem API-Zugriff. Alle Informationen finden sich auf der weg.li API Seite.

Der ADAC erklärt wie in Deutschland der StvO nach zu parken ist. Mehr Fragen und Antworten zum Thema Falschparker findet man auch beim ADFC.